Schritt 2: Culture-Integration ermöglichen

Sie haben erkannt, dass Sie Sachzwänge und soziale Bedürfnisse integrieren müssen und möchten die ersten Schritte dazu gehen. Sie besitzen bereits auf einer der beiden Seiten – Lean Management oder Social Leadership – so viel Erfahrung, dass Sie in der Anwendung und Umsetzung erfolgreich sind.

Sie kennen aber auch die Schwierigkeiten, die bestehen, wenn sich Widerstände regen bzw. nicht genügend Struktur vorhanden ist. Sie haben zwar teilweise intuitiv Lösungen für diese Probleme gefunden, wollen aber die andere Seite genauso meistern wie die Seite, die Sie schon beherrschen.

Warum sollten Sie „Culture Integration“ möglich machen?

Viele Organisationen haben festgestellt, dass die reine Konzentration auf die Sachzwänge ohne die Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse der Menschen zu einem für das Unternehmen langfristig schädlichen Verhalten führt. Je nach der Art wie die Sachzwänge durchgesetzt werden, reagieren die Menschen mit opportunistischem Verhalten, resignieren oder machen schlicht Dienst nach Vorschrift.

Auf der anderen Seite ist bewiesen, dass die ausschließliche Konzentration auf die persönlichen Belange keine gemeinsame Ausrichtung und Zielsetzung und damit auch keinen Erfolg beschert. Die Handlung richtet sich nicht mehr nach den gebotenen Maßnahmen, sondern nach den persönlichen Vorteilen.

Es ist offensichtlich, dass sich beide dieser extremen Formen nachteilig auf eine Organisation auswirken. Sie sind aber häufig anzutreffen und gerade in Veränderungsphasen besonders kritisch. Werden Sie zu einer Organisation,

  • die Sachzwänge und die individuellen Bedürfnisse ausgewogen berücksichtigt,
  • die hochmotivierte Mitarbeiter hat und
  • die damit in schlanken kundenorientierten Prozessen Höchstleistungen erzielt.

Was können Sie tun, um eine „Culture Integration“ zu ermöglichen?

Die Frage ist ganz einfach zu beantworten. Meistern Sie beide Vorgehensweisen – das Lean Management und das Social Leadership.

Leider fällt uns Menschen das in der Regel nicht leicht. Jeder von uns hat eine natürliche Präferenz, entweder für die sachlich-rationale Seite des Strukturierens und des Organisierens oder für die sozial-emotionale Seite des menschlichen Mitschwingens und Vereinens von Menschen.

Wir müssen die andere Seite meistens wesentlich aufwändiger erlernen als unsere präferierte Seite. Aus diesem Grund ist es hilfreich, bei jeder Teamzusammensetzung auf diese beiden Aspekte zu achten und für Ausgewogenheit der Kräfte beider Seiten zu sorgen. So wird sich nicht eine Seite auf Kosten der anderen durchsetzten.

Was ist der nächste Schritt?

Wenn Sie die ersten Schwierigkeiten beim Kennenlernen der anderen Seite gemeistert haben und es geschafft haben, sich auf die Ausgewogenheit zwischen Lean Management und Social Leadership einzulassen, haben Sie bereits den richtigen Weg eingeschlagen.

Jetzt geht es darum, eine neue Kultur der Integration beider Seiten zu gestalten. Aufgrund der hohen Komplexität der menschlichen Empfindungen und deren Auswirkung auf Organisationen gibt es keine Patentrezepte. Vielmehr ist das Ganze ein Weg des Lernens durch Erfahrungen. Die Menschen in Ihrem Umfeld werden Ihnen langfristig danken, dass Sie diesen Weg eingeschlagen haben, auch wenn es viele Widerstände gibt. Und der Erfolg der Organisation wird sich einstellen. Versprochen.

Schritt 3: Culture-Integration gestalten

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