Unser Culture Work Modell

Unser Modell ist eine eigene Entwicklung der Culture Work GmbH. Wir haben es geschafft, die komplexen Zusammenhänge der modernen Psychologie und Gehirnforschung einfach zu beschreiben und darzustellen, Erklärungen für die Funktionsweise des Lean-Management zu finden sowie unsere jahrelangen praktischen Erfahrungen einfließen zu lassen.

Die Beschreibung unseres grundlegenden Modells haben wir in einem E-Book für Sie zusammengefasst, dass Sie sich ganz einfach hier herunterladen können.

E-Book "Das Culture Work Modell" herunterladen

Wissenschaftliche Grundlagen

Quicklinks:

Metakompetenzen

Die moderne neurobiologische Hirnforschung hat die letzten Jahre mehr als bestätigt, dass die Fähigkeiten, die uns von den Tieren unterscheiden, räumlich im sogenannten Frontal- oder Stirnhirn lokalisiert sind. Diese besonderen Kompetenzen werden als exekutive Metakompetenzen bezeichnet und erlauben uns Menschen, nicht nur mit instinkthaft ausgelösten einfachen Reiz-Reaktions-Mustern zu reagieren.

Menschen können ihre Routinen und Automatismen willentlich und bewusst unterbrechen, wenn diese nicht zu dem gewünschten Ziel führen. Erforderlich ist dazu eine bewusste Neubewertung einer Situation oder einer Handlungsfolge. Die Entscheidung gegen eine Routine ist das Ergebnis eines gelungenen Lernprozesses.

Die Kompetenzen, die dazu benötigt werden, sind die höheren menschlichen Fähigkeiten. Diese sind wissensunabhängig und werden nachgeburtlich erlernt. Sie bündeln sich in den sogen. exekutiven Metakompetenzen, die eine Integration von emotionalen und kognitiven Inhalten sind und flexibles und situationsangepasstes Handeln und Verhalten möglich werden lassen.

Das Maß einer gelungenen Integration wird sichtbar, wie gut es einem Menschen gelingt:

  • Vorausschauend zu denken und zu handeln (strategische Kompetenz)
  • Komplexe Probleme zu durchschauen (Problemlösungsorientierung)
  • Folgen des Handelns abzuschätzen (Handlungskompetenz und Umsicht)
  • Aufmerksamkeit auf die Lösung zu fokussieren (Motivation und Konzentrationsfähigkeit)
  • Fehler und Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und zu korrigieren (Einsichtsfähigkeit und Flexibilität)
  • Sich bei der Lösung nicht von anderen aufkommenden Bedürfnissen überwältigen zu lassen (Frustrationstoleranz und Impulskontrolle).
  • Den sozialen Kontext mit seinen Regeln zu erkennen und sich danach zu verhalten

Intelligenz, was ist das?

Intelligenz wird heute so definiert, dass das wesentliche Merkmal von Intelligenz in der Fähigkeit liegt, eingefahrene Denkschemata über Bord zu werfen, und mit mühevollem zeitlich aufwendigen Denken, ein neues Problem zu lösen (Lernzyklus) (Waldmann & Weinert, 1990).

Neurobiologisch ist das Arbeitsgedächtnis sehr eng mit Prozessen der Aufmerksamkeit und Bewusstheit verbunden. Viele Forscher sind sich darin einig, dass es die wichtigste Grundlage der „allgemeinen Intelligenz“ bildet. Intelligentere Menschen sollen über ein effektiveres Arbeitsgedächtnis verfügen (vgl. Roth, 2011). Es bildet den berühmten „Flaschenhals“ des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit.

Die höchste Bewusstseinsstufe benötigt stoffwechselphysiologisch viel Energie, da das Arbeitsgedächtnis zuerst das Problem identifizieren muss, dann nach passenden Gedächtnisinhalten sucht, die für die Lösung nützlich sind , diese abruft und dann so zusammensetzt, dass sie für die anstehende Problemlösung angewendet werden können. Untersuchungen zeigen, dass ungeübte und weniger intelligente Personen beim Lösen von komplizierten Problemen ihre Gehirne mehr beanspruchen als Geübte und Intelligentere.

Je weniger Aufwand für das Gehirn entsteht, umso besser scheint das Ergebnis zu sein. S. Abschluss Lernzyklus Überführung der neuen Lösung in das sichere Ausführungen im Routinezyklus.

Routine und Lernen

In unserem Gehirn unterscheiden wir zwei wesentliche Grundeigenschaften. Zum einen arbeiten wir mit gelernten Routinen, dem System 1. Lernen erfordert aber einen aufwändigeren Prozess. Der Nobelpreisträger Kahnemann (2011) spricht hier vom System 2, welches die Aufmerksamkeit auf anstrengende, mentale Aktivitäten richtet - wie komplexe Berechnungen oder um sich gegen ein Routinemuster zu entscheiden. Kahnemann bezeichnet es als "faul", da es sich gern von den Eindrücken aus System 1 verführen lässt.

System 1 gaukelt gern vor, dass auftauchende Probleme so wie sonst auch immer gelöst werden können und keine besonderen Anstrengungen erfolgen müssen. Das System 1 arbeitet daher automatisch und schnell, weitgehend mühelos und ohne willentliche Steuerung.

Gelingt es aber, System 2 zum arbeiten zu bringen, dann entsteht ein subjektives Erleben von Handlungsmacht, Entscheidungsfreiheit und Konzentration.

Wenn Sie die Verführung von System 1 selbst erleben wollen, dann finden Sie hier ein Selbstexperiment. 

Cognitive Reflection Test - Vertrauen Sie Ihrer Intuition?

Um Sie mit der Grundidee unseres Lernzyklus Modells vertraut zu machen, können Sie zunächst überprüfen, wie gut Sie Ihren Intuitionen vertrauen (Routinezyklus)? Wir geben Ihnen dazu die Möglichkeit, dass mit Hilfe des Cognitive Reflection Test von Shane Frederick heraus zu finden! Beantworten Sie bitte die folgenden drei Fragen und vertrauen Sie dabei Ihrer Intuition:

Frage 1:

Ein Schläger und ein Ball kosten 1,10 Dollar.
Der Schläger kostet einen Dollar mehr als der Ball.
Wie viel kostet der Ball?

Frage 2:

Wenn 5 Maschinen 5 Minuten brauchen, um 5 Geräte herzustellen,
wie lange brauchen dann 100 Maschinen, um 100 Geräte herzustellen?

Frage 3:

In einem See breitet sich ein kleines Feld von Seerosen aus. Jeden Tag verdoppelt sich die Größe des Feldes.
Wenn es 48 Tage dauert, bis die Seerosen den ganzen See bedecken, wie lange dauert es dann, bis sie die Hälfte des Sees bedecken?

Zur Auflösung

Quellenangaben

Inspiriert haben uns im Wesentlichen folgende Quellen:

  • Routine und Lernen: System I und II (Daniel Kahneman)
  • Kompetenzstufenmodell, Ökologie des Geistes (Gregory Bateson)
  • Hemmung/Ordnung und Aktivierung/Chaos (Daniel Siegel, Gerhard Roth)
  • Innen und Außen (Laws of Form: Spencer Brown) (siehe auch Big Five, Jung, Eyseneck und NEO-Modell)
  • Typisierung: Keirseys Temperament Sorter (David Keirsey)
  • Triviale und nichttriviale Maschine (Heinz v. Förster)
  • 4 Regulationen: Notfall-, Routine-, Problemlösungs- und exekutive Regulation (Markowitsch, Dörner, Schmuck)
  • Selbstbild und Fremdbild: Johari-Fenster (Josef Luft und Harry Ingham)
  • Systemische Konzepte (Fritz B. Simon)
  • Metakompetenzen (Gerald Hüther und Klaus-Dieter Dohne)
  • Selbstähnlichkeit (Humberto Maturana, Francisco Varela)
  • Lean Thinking (James P. Womack und Daniel T. Jones)
  • Toyota Way (Jeff Liker)
  • Toyota Kata (Mike Rother)

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